Symposien
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SERIOUS POP SYMPOSIEN |
Montag 22. November - SeriousPop in OstWest-Europa
9.30 Uhr
Pressekonferenz, Vorstellung des Projekts und der Beiträge
Leo Findeisen und Alexander Nikolic
10.30 Uhr
Eröffnung der Photoausstellung LAIBACH – FOCUS und des Symposions
10.45 Uhr
Vlada Divljan, Wien, in den 80er- Jahren Frontmann der Gruppe Idoli aus Belgrad,
stellt einen legendären Song und dessen Rezeption durch die sozialistischen Medien vor
11.30 Uhr
Laibach – Focus, Vorstellung der Photoausstellung durch Dejan Sluga, Kurator der Ausstellung, Ljubljana
12.00 Uhr
Boris Buden – „Yugoslavia“ – wenn ideologische Identität die kulturelle ersetzen soll
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr
Alexei Monroe im Dialog mit Inke Arns: Laibach – The Interrogation Machine
ca. 15.30 Uhr
Marko Kosnik im Dialog mit Mike Hentz: Different positions towards ... The Question of truth
ca. 16.15 Uhr Diskussion
ca. 17.00 Uhr Schluss
ab 19.00 Uhr in der KUNSTHALLE WIEN @ Karlsplatz
Präsentation des neuen Buchs von Marina Grzinic - Situated Contemporary Art Practices Art,
Theory and Activism from (the East of) Europe, im Dialog mit Georg Schöllhammer, Chefredakteur von Springerin, Wien
Dienstag 23. November - SeriousPop in WestOst-Europa
10.30 Uhr
Thomas Werner (Nürnberg): YU-Rock – An Introduction into some of its main Representaives
Vortrag mit Musikbeispielen
11.15 Uhr
Marina Grzinic (Ljubljana/Wien): The Punk Scene in Ljubljana – revisited
12.00 Uhr
Johannes Ullmaier (Mainz): The Punk Scene in Belgrade - revisited
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr
Inke Arns (Berlin): NSK – revisited
Künstlerkollektiv, Posterskandal, NSK-State in Time
15.00 Uhr
Heiner Mühlmann (Wuppertal): NSK – und Pseudosouvereignity
Aesthetic Appropriaton in the context of an MSC - Analysis of Art and Culture (Working Title)
15.45 Uhr
Ursula Hemetek (Wien):
Von Balkan Rock zu Balkania. Eine Region auf der Suche nach ihrer kulturellen Identität (nach einem Vortrag von Alenka Barber-Kersovan, Hamburg)
16.30 Uhr Diskussion
(ca.) 17.00 Uhr Schluss
Mittwoch 24. November - Glocalizing Pop-Cultures − Where are we now?
10.30 Uhr
Alexei Monroe (London):
NSK / Laibach – The Interrogation Machine
Laibach in the context of Industrial
11.15 Uhr
Szesgin Boynik (Prizren): Turbo-Folk, Arabesque and the Punk-Scene of Instanbul till 1994
12.00 Uhr
Marko Kosnik, Mitbegründer von Laibach spricht
(mit anschließender Diskussion)
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
15.00 Uhr
Heiner Mühlmann (Wuppertal): NSK – und Pseudosouvereignity
Aesthetic Appropriaton in the context of an MSC - Analysis
of Art and Culture (Working Title, MSC=Maximal Stress Cooperation)
16.00 Uhr
Ursula Hemetek (Wien): Von Balkan Rock zu Balkania.
Eine Region auf der Suche nach ihrer kulturellen Identität (nach einem Vortrag von Alenka Barber-Kersovan, Hamburg; in deutscher Sprache)
ca.17.00 Uhr Schluss
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Diskussion und Konzert „MINIMAL SOUND-SPACES“ – Phill Niblock (USA) / Martin Zrost (Trio Exclusiv, A) |
Zum Abschluss des Symposiums wird der New Yorker Multimedia-Künstler Phill Niblock auftreten, der seit den 60er Jahren mit Musik, Film, Photografie, Video und Computern arbeitet. Inspiriert vom Umfeld von John Cage und La Monte Young sowie den bildenden Künstlern Mark Rothko, Donald Judd und Carl Andre gehört Niblock zu den führenden Vertretern der us-amerikanischen Minimal Art. Er hat die internationale Musikszene nachhaltig geprägt und u.a. mit Musikern aus dem Avantgarde-Rock-Bereich wie Jim O’Rourke, Lee Ranaldo (Sonic Youth) oder Susan Stenger (Band of Susans) zusammengearbeitet. Niblock verwendet in seiner Musik dichte, statische Klangflächen, sog. „Drones“. Dabei stehen weniger die von ihm aufgenommen Instrumental- und Vokalfarben im Vordergrund als die Schwebungen, die aus den Schwingungsverhältnissen der mikrotonal geschichteten Klänge resultieren.
Bei Aufführungen wachsen diese Schwebungen durch die Raumakustik und in Kombination mit dem Live-Spiel zu komplexen, sich stetig verändernden Spektren aus Interferenzen, Differenz- und Summationstönen aus. Niblocks Filme stehen auf den ersten Blick nicht in Beziehung zu seinen Filmen. Sie porträtieren oft menschliche Arbeit in ihrer ursprünglichen Form: Sie zeigen Menschen beim Säen, Ernten oder Fischen. Sowohl seine Filme als auch seine Musik entfalten jedoch Bewegung, die sich nur äußerst langsam vollzieht und gleichzeitig das Gefühl von Fortschritt und Stillstand hervorruft.
Diskussion: Akademie der bildenden Künste Wien, Semperdepot, Ausstellungsraum EG Nord
Konzert: Prospekthof
Inke Arns: Geb. 1968 in Duisdorf/Bonn; seit 1993 freie Kuratorin. 2004 Promotion zum Dr. phil. an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab Januar 2005 künstlerische Leiterin des hartware medien kunst vereins in Dortmund. Sie kuratierte u.a. "OSTranenie 93", Dessau 1993; "Minima Media: Medienbiennale", Leipzig 1994; "un-frieden. sabotage von wirklichkeiten", Hamburg 1996-1997; "body of the message", Berlin 1998; "Body and the East", Ljubljana 1998; "Soziale Technologien", Essen 2003; "Irwin: Retroprincip 1983-2003", Berlin, Hagen und Belgrad 2003-2004; "Public Library", Berlin 2004. Ihre Dissertation untersucht einen Paradigmenwechsel in der Rezeption der historischen Avantgarde und des Utopie-Begriffs in (medien-)künstlerischen Projekten der 1980er und 1990er Jahre in Ex-Jugoslawien und Russland. Neben den Publikationen Netzkulturen und Neue Slowenische Kunst (beide 2002) zahlreiche Beiträge zur Medienkunst und Netzkultur; lebt in Berlin. weiterführende Infos |
Sezgin Boynik: Als Autor und Herausgeber kunst- und kulturwissenschaftlicher Publikationen, wie z.B. Arta oder art-ist, befasst er sich u.a. mit subversiven Widerstandsbewegungen im Jugoslawien der 70er und 80er Jahre, radikalen politischen Ideen und NSK. Neben seiner Arbeit an soziologischen und politischen Themen schreibt Boynik auch für Musikmagazine und Fanzines. Ein weiteres Spezialgebiet Boyniks ist die Ideenwelt der Situationistischen Internationale und ihr Einfluss auf Politik, zeitgenössische moderne Kunst und visuelle Kommunikation. |
Boris Buden: Boris Buden: Philosoph und Publizist, urspr. aus Kroatien, wo er in den 90er-jahren eine eigene publikationsaktivistische Zeitung herausgab; zuletzt auf der dokumenta11; zahlreiche Veröffentlichungen, seine letzte Veröffentlichung „Der Schacht von Babel“ beschäftigt sich mit `Übersetzbarkeit von Kultur´ als solcher |
Marina Grzinic: Kulturtheoretikerin und Künstlerin, Ljubljana; Fachfrau für die Kunst der 80er und 90er im südosteuropäischen Raum; seit Mai 2003 Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Nachfolge von Renée Green; veröffentlicht dieser Tage ihr letztes Buch Situated Contemporary Art Practices: Art, Theory and Activism from (the East of) Europe |
Mike Hentz (USA / Schweiz): 1954 in New Yersey Irvington geboren, ist Musiker, Performer, Schauspieler, Medienkünstler, Bildhauer, Fotograf, Grafiker, Installations- Aktionskünstler sowie Lehrer. (minusDelta_t / vanGoghtv) Seit 2003 Professor für das Verbreiterungsfach Kunst und Intermediales Gestalten an der Akademie für bildende Künste in Stuttgart. |
Marko Kosnik: Während der 80er Jahre war Kosnik an wichtigen und extremen alternativen Projekten (Junajtit Adis, Laibach, Cavis Negra, Most) beteiligt, v.a. bei der Erstellung von Konzepten und Schriften sowie bei Musik- und Videoprojekten. Seit 1991 arbeitete er vornnehmlich auf internationaler Ebene (Van Gogh TV, Universcity TV, and STEIM) und initiierte edukative Medienumgebungen (Ministry of Experiment). Kosnik gilt als einer der Pioniere interaktiver Medienkunst in Europa. |
Stevan Vukovic: Philosoph, freier Autor und Kurator, war an zahlreichen alternativen Kunst- und Kulturprojekten der Belgrader Szene beteiligt (Galerie Remont, SKC u.a.); gewann 1998 den Lazar Trifunovic Award für die beste Kunstkritik; kuratierte 2004 die erste Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Belgrad in Westeuropa (Belgrad Inc., Sezession Wien 2004). |
Heiner Mühlmann: College International de Philosophie, Paris/ ETH Zürich/ Bergische Universität Wuppertal u.a.; in seinem Hauptwerk „Die Natur der Kulturen“, Springer NY/Wien, 1996, verfolgt er verschiedene Merkmale einer Kultur auf eine zurückliegende `Maximale Stress- Situation´ zurück (wie Krieg, Revolution, usf.); daraus resultiert nicht nur eine Kritik der Ernstfallvernunft, sondern auch ein neuer Beitrag zur Debatte der kulturellen Funktionen von High-Culture und Low-Culture. Zur Zeit arbeitet Mühlmann an seinem neuen Buch „MSC – Maximale Stress Kooperation“, das seine früheren Theorien u.a. im Licht des Vergleichs zwischen dem 11.9.2001 (Terrorangriff auf New York) und dem 11.3.2004 (Terrorangriff auf Madrid) neu evaluiert. (Kooperation mit den Wiener Vorlesungen schon akkordiert) |
Johannes Ullmaier: Germanist, lehrt an der Universität Mainz; Mitbegründer von testcard , vierteljährliche Zeitschrift für Kultur- und Poptheorie; Mit dem Buch „Von Acid nach Adlon“ hat er unlängst das mögliche Standardwerk zur deutschen Popliteratur seit den 80er Jahren im Ventil-Verlag vorgelegt; zahlreiche Publikationen im Bereich der Musik- , Kunst- und Popkultur; u.a. auch Fachman für YUGO-Pop, für welchen er an einer Samplerpublikation arbeitet; mit Textübersetzungen der Lieder, histor. Aufarbeitung etc.; seit Februar 2003 arbeitet Ullmaier zusätzlich als Lektor der Suhrkamp-Edition in Frankfurt am Main. |