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SeriousPop

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Konzerte


Vier Abende Raumtrichter WestOst-Europa
Montag bis Donnerstag 22. bis 27. November 2004

im
WUK
, (Werkstätten und Kulturhaus) Konzertsaal und Lounge


Im Symposium stehen u.a. Vergangenheit und Zukunft von SeriousPop als Appropriationsversuch totalitärer Ästhetiken im Thema. In den parallelen Konzerten wird SeriousPop auf anderen Wegen erlebt:

Jeder Auftritt hat einen anderen Kontext zum Thema beizutragen: eine andere Strategie der Direktheit oder Indirektheit, einen anderen Gebrauch der Instrumente und neuen Medien, einen anderen Musikstil, eine andere Sprache, andere Textinhalte, einen anderen historischen Hintergrund, eine andere Zukunftsstimmung.

Im Verlauf der vier Abende zieht sich der Raumtrichter WestOsteuropa mehr und mehr zusammen:

Ukrainer aus New York treffen auf die Cyberpunks (einen 386-Computerchip) aus Moskau (Montag), Dub aus dem Kiever Underground auf die Belgrader Overground-Stars (Dienstag), die Regensburger Elektro-Zittern auf das geschichtsträchtiges Kult-Politikum aus Prag (Mittwoch) und schließlich die Zagreber Riotgirls auf die Dialektlokomotive aus Linz (Donnerstag).







Montag

22.11.2004

19.00 Einlass

20.00 Beginn



386DX – The World´s First Cyberpunk-Rockband
feat. Alexei Shulgin, Moskau (RU)
www.easylife.org


Überall auf der Welt traten sie schon auf, nur in Wien noch nicht: 386dx,legendär für die Pionierleistungen bei der Gründung des Internet, hat sich nun höheren Funktionen wie der menschlichen Emotion zugewandt. Mittlerweile covern sie ihre Lieblingslieder von John Lennon, The Mamma´s and the Papa´s und den Doors bis zu Nirvana … ist das schon wieder Kunst?






DJ Eugen Hutz of Gogo Bordello, New York (USA) + DJ DerBastler, Kiev
www.gogolbordello.com



zu Gogol Bordello, der Band, in der Eugen Hutz als Leadsänger agiert: Im Sommer spielten sie im kühlen Nordeuropa und wurden prompt mit dem Publikumspreis für die beste Performance bedacht (Roskilde-Festival, Dänemark) - wenn es je ein Genre wie Immigrant Punk geben sollte, hier wird seine Wiege gestanden haben! “Wie eine Mischung aus Mano Negra und den Leningrad Cowboys: politisch auf der einen Seite, Spaß suchend auf der anderen.” Jim Sclavunos, Geiger bei Nick Caves Bad Seeds, ist so begeistert, dass er ein Label gründet, um ihr erstes Album zu veröffentlichen. Und der Titel ihres letzten Albums (2003) verrät, warum sie im Rahmen von SeriousPop unerlässlich sind: Multi Kontra Culti vs. Irony. Ein Geheimtip aus New York, der eigentlich ganz woanders her stammt.



ACHTUNG, WICHTIGER KOMMENTAR IM NACHHINEIN,
nach zwei sagenhaften Abenden mit Eugen Hutz: Wir bitten um Entschuldigung für ein Versehen: Hier auf der Website war NICHT - wie auf allen unseren Postern und Flyern - angegeben, dass am Montag, den 25.11.2004 lediglich Eugen Hutz von Gogol Bordello auftreten wird, und nicht die ganze Band.
Das konnten wir aus finanziellen Gründen nicht leisten. Denen, die uns verärgert angesprochen haben, wurde umgehend die Rücknahme der Eintrittskarten angeboten. Dasselbe gilt für den Auftritt am Samstag, 27.11.2004 in der fluc_MENSA.
PS.: Der korrigierte Text und dieser Kommentar wurden am 27.11.2004 geschrieben, konnten aber aufgrund server-technischen Problemen erst 2 Tage später online gestellt.
Wir bitten vielmals um Verständnis!
Danke, (Leo vom SeriousPop-Team)






Dienstag 23.11.2004

19.00 Einlass

20.00 Beginn

Foa Hoka, Kiev (UKR) (teilw. Live-Übersetzung)


“We are not in the fog!” Sie wurden als “Offenbarung des ukrainischen Underground” betitelt, als "folk industrial" oder als erster Prototyp des “Post-Industrial”. Ein experimentelles Duo aus Chernihiv in der Ukraine, wo man mit Dub im Underground zu landen scheint. Warum eigentlich?




Darkwood Dub, Belgrad (SR) (vollst. Live-Übersetzung aus dem Serbischen) www.darkwooddub.com


Darkwood Dub bestehen seit 1988, als eine Gruppe junger Musiker mit Reggae, Gitarrensound und engagierten, aber zugleich sehr emotionalen Texten zu experimentieren begann. Schon mit ihrem ersten Album (1994) erreichten sie einen Kultstatus als populärste Undergroundband Belgrads. Ihr zweites Album „Ins Endlose“ wurde von der Musikkritik zum besten einheimischen Album des Jahres 1996 gewählt. Nach „Darkwood Dub“ veröffentliche die sechsköpfige Band schließlich ihr bedeutsamstes, viertes Werk unter dem Titel „Elektropionier“. Mit dieser CD definierte und profilierte sich der Stil der Darkwoods als anregender Mix von Dance-Musik und alternativem Rock mit gelegentlichen Dub- und Afro-Elementen, der sie zu den populärsten und aktivsten Belgrader Bands machte. Im Jahr 2000 begann die Band mit Auftritten in den ehemaligen jugoslawischen Republiken (Zagreb, Sarajevo, Skoplje, Ljubljana) und ging auf Tourneen, die unter den Titeln „Es ist nicht serbisch zu schweigen“ bzw. „Es ist Zeit!“ den traditionell unbeteiligten jüngeren Wählern im Wahljahr 2000 gewidmet waren. Über Darkwood Dubs Konzertauftritt im Nordteil von Kosovska Mitrovica im Mai 2001 - dem ersten Rockkonzert in dieser Stadt nach ganzen zwölf Jahren - wurde in Produktion von B92, dem Radiosender der serbischen Widerstandsbewegung, ein Dokumentarfilm gedreht. Darkwood Dubs letztes Album hieß „Das Leben beginnt mit 30“ (Zivot posinje u 30 oj, 2002), doch die Band ist guter Hoffnung, in Wien auch ein brandaktuelles neues Album zu präsentieren.






Mittwoch 24.11.2004

19.00 Einlass

20.00 Beginn

Gebrüder Teichmann / Leopold Hurt (Zitterspiel), Berlin (D)


Mit ihrem ideensprühenden Experimental Techno und ihrem exquisiten Musik-Label fest-platten.de hat sich das Brüderpaar schon weit über die Grenzen Deutschlands einen Namen gemacht – gerade kehren sie von einer Tour in Sibirien zurück. Ihr Auftritt in Wien könnte an den „dritten Mann“ erinnern, wenn nicht alles ganz anders wäre: Mit dem professionellen Zitterspieler Leopold Hurt erzeugen und mixen sie life den Sound zum Film „Der heilige Berg“ (Regie: A. Fanck, 1926), in dem neben Luis Trenker auch Leni Riefenstahl spielte und erste Erfahrungen für ihre spätere Karriere als Regisseurin sammelte.




Plastic People of the Universe, Prag (CZ) (vollst. Live-Übersetzung aus dem Tschechischen)


entstand 1968. Verfolgte die Band anfangs noch Velvet Underground, Captain Beefheart und Frank Zappa, entwickelte sie sich mit der Zeit zu einer der originellsten Gruppen nicht nur der tschechischen Rockszene. Sie ließ sich auf keine Kompromisse mit dem kommunistischen Regime ein, was ihr den Entzug der Künstlerlizenz und immer mehr Scherereien mit den staatstreuen Behörden einbrachte. Deren systematische Verfolgung fand ihren Höhepunkt 1976, als mehrere Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt wurden. Um ihre Freilassung zu erwirken, organisierte eine Gruppe oppositioneller Intellektueller im Umkreis von Václav Havel eine Unterschriftenaktion, die im Jänner 1977 mit der Charta 77 gipfelte. Eine Rock'n'Rollband gab den Anlass zum Zusammenschluss der Opposition aller Richtungen – eine Entwicklung, die in den kommunistischen Ländern keine Parallele hatte. Die Gruppe behielt bis heute ihre klare künstlerische Vision und entwickelte einen unverwechselbaren musikalischen Stil, der ihr weltweite Bekanntheit einbrachte. Nach jahrelanger Unterbrechung nahmen die Plastic People im Jahr 1997 ihr musikalisches Werk wieder auf und bestätigen ihren berechtigten Platz in der Geschichte des Rock.






Donnerstag 25.11.2004

19.00 Einlass

20.00 Beginn

Ghetto Booties, Zagreb (KRO), (teilw. Übersetzung ins Englische)


Das Duo Ghetto Booties bevorzugen low-budget Electronic Dance Music und repräsentieren den Audio-Part der Gnu Girl Power Lounge aus Zagreb "our base is the equal sharing of work, clothes, cables, lipsticks, and open source politcs."




Attwenger, Linz (A) (teilw. Übersetzung ins Schriftdeutsche und Englische)www.attwenger.at

Markus Binder und Hans-Peter Falckner; worums geht: um das murmeln der männer, lichter, die an- und ausgehen, das, was im kalender steht, um einen leeren tisch, um die kleinkarierten, darum, was beim in-die-sonne-schaun passieren kann, um einen freien platz in einem raumschiff, um tapeten auf einem auto in einem videorekorder, darum, dass es gut ist, den hut, bevor er brennt, vom kopf herunterzunehmen und einige andere derartige dinge. „ Ziehst du nach Hamburg? Da haben sie dasselbe wie bei uns mit Rechtsaußen in der Regierung. Oder nach Dänemark? Oder zum Le Pen? Ich kann doch nicht sagen, ich wandere jetzt aus, weil das ist mir zu blöd hier. Es schaut rundherum nicht gut aus. Wir betreiben auf sehr interationale Art Provinzialismus- Studien." (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14. 3. 2002)






SeriousPop-Žurka
Freitag / Samstag 26./27.11.2004

in der FLUC_MENSA, U1-Station Praterstern


Žurka - Belgrader Slangausdruck für party, extrem

Eine Žurka dauert lange in Belgrad. Viel Schweiß, viel Emotion, schnelle und laute Musik. Koktel und Rakija gehören dazu.


Freitag 26.11.2004

in der FLUC_MENSA, U1-Station Praterstern, in Zusammenarbeit mit Tanya Bednar (Icke Micke)

19.00 Einlass

20.30 bis 23.00 Konzert, danach Icke Micke Programm

Fuzzy Love- Let us irritain you Gordon Monahan & Laura Kikauka (DJ Record Player) & JJ Jones & Gordon W., Berlin (DE / CA)www.fuzzylove.de


Fuzzy Love Saved My Soul - or at least my evening. (Daddy D, fm4, über die Eröffnung der Ars Electronica, Linz 2004). Das Künstler-Ensemble Fuzzy Love erforscht die Spannung zwischen der Unmittelbarkeit ihrer Live-Performance und den rituellen Wiederholungen der Popindustrie und ihrer Ikonenverehrung. Das Ergebnis bezeichnen sie ohne Augenzwinkern als „dekonstruktivistischen Anti-Pop“. Mit Hammond-Orgel, Theremin und Bongos werden Grunge-Medleys zelebriert und David Bowies Major Tom noch einmal in den Raum geschickt während die visuellen Elemente von Laura Kikauka in einer Orgie seltsamer Beleuchtungskörper, polynesischen Figurenköpfen und Retro-Kostümen das Ambiente abrundet. Ihre verspielte intellektuelle Komplexität mündet in der Regel in einem kollektiven Anfall von Nostalgie, Leidenschaft und geschwungenen Tanzbeinen bis spät in die Nacht– ein Phänomen, das die Band augenzwinkernd als „Lampenschirmismus“ bezeichnet. One of Berlin's most IMPORTANT bands! (Zitty, Berliner Stadt-Magazin).




Samstag 27.11.2004

19.00 Einlass

20.00 Beginn

Ghetto Booties, Zagreb (KRO)

Foa Hoka, Kiev (UA)

Eugene Hutz of Gogol Bordello, NY, USA - Electronic Gypsy Punk + DJ DerBastler, Kiev (UA)

DJ Chris Down, Hamburg (DE)


Art on Demand entstand aus dem legendär experimentellen Kunstfestival artgenda 2002 in Hamburg, wo 100 KünstlerInnen aus Hamburg und 170 aus anderen Ostsee-Städten sich übers Internet auf 36 konzeptionellen Plattformen einigten. DJ Chris Down aka Christopher Müller verantwortete die Gesamtkoordination und legt dementsprechend auf. Fixstarter auf der Fusion.





Besonderheiten bei den Konzerten



  • Life-Übersetzungen der Inhalte per Videobeam


Bei den Konzerten geht es um eine möglichst verständliche Übersetzung der Textinhalte, d.h. das Aufzeigen / Durchbrechen der Sprachbarrieren durch live-Einblendung der Texte durch Videobeams. In der Originalsprache, deutsch und englisch.

Diese Textübersetzungen werden mit den Gruppen und ihrem Set jeweils einzeln abgestimmt.


Created by gogo
Last modified 2004-11-29 02:06 PM