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Partner

Die Partner von SeriousPop seit November 2004


Der Stadt Wien kommt für den mehrjährigen Übersetzungsprozess von SeriousPop eine Schlüsselrolle der Vermittlung zu, nicht allein aufgrund von historischen oder geographischen Aspekten. Jede sechste Frau und jeder sechste Mann in Wien stammt irgendwo aus dem südosteuropäischen Raum, versteht noch die Sprachen derer, mit denen man sich während der 90er Jahre im Kriegszustand befunden haben mag und kennt noch diesen oder jenen Namen von Bands, Musikern und Künstlern aus den Zeiten zuvor, den glücklicheren Zeiten. Eine Einladung der Informationszentrale für politische Bildung Deutschland an das Team von SeriousPop, im Jahr 2005 ein ähnliches Summit auch nach Berlin reisen zu lassen, erfolgte unter dem Eindruck, dass in Wien als Drehscheibe der Sprachen, Künste und Menschen andere Wissens- und Kompetenzpools zu solchen Themen arbeiten und eine Übersetzung leisten können, dass also v.a. der genius loci solchen Unternehmungen den richtigen Kontext zu geben vermag.

Das WUK(Werkstätten- und Kulturhaus) ist eine langgediente Wiener Institution des Dialogs der Handwerke und Kunstdisziplinen, der Volksgruppen und Generationen. Hier stehen renovierte Industriehallen für ausgedehnte Workshops der bildenden Kunst genauso zur Verfügung wie modernst ausgestattete Konzertsäle, mobile Theaterbühnen und Ausstellungsräume sowie große Werkstätten für die Bearbeitung von Stahl, Glas und Holz. Die verschiedene Teilprojekte der SeriousPop-Summits werden versuchen, von allem einen entsprechenden Gebrauch zu machen.

In der Hochschule für Musik- und darstellenden Kunst Wien gibt es seit kurzer Zeit das Institut für Popularmusik, deren Lehrpersonal und Studierenden sich in verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerisch-experimentellen Projekten mit neuen Brückenschlagen und Perspektiven um die beträchtliche Rolle, der die Produktion von Musik in der heutigen Gesellschaft zukommt, bemüht. Mit SeriousPop werden verschiedende Formen der Zusammenarbeit und Beratung, v.a. im Internet, in Workshops und für Publikationen erörtert.

Die Akademie der bildenden Künste Wien ist ein kunsthistorisch wichtiger Ort, um eine penetrante Übersetzung des inhaltlichen Bogens von SeriousPop in Praxis und Reflexion zu wagen: Viele Impulse auch für musik- und popgeschichliche Phänomene verdanken sich maßgeblich Einflüssen und Traditionen der bildenden Kunst (bzw. ihren Selbsttranszendierungen). Als Institution hat die Akademie eine über dreihundertjährige Tradition und besitzt mit der Royal Academy of Art in London bis heute die größte Zahl an Meisterklassen für Malerei und Graphik. Gleichzeitig stellt sie sich dem Wandel der Gesellschaft und der internationalen Kunst- und Kulturszene: In den faszinierenden Räumen des Semperdepots ist mittlerweile ein Tonstudio eingerichtet, ein professioneller Film-Schnittplatz wird gerade installiert und Lehrende von internationalem Ruf wie Haroun Farouki, Eva Schlegel, Peter Kogler und Marina Grzinic werden dort unterrichten.

Auch das Österreichische Filmmuseum, so der Direktor Dr. Alexander Horvarth, ist “traditionsreich und zugleich von jungen, aktuellen Perspektiven geprägt“ und hat mittlerweile in der internationalen Szene den Rang eines österreichischen Trademarks erworben (eine der agilsten Cinémathèquen in Europa, Der Spiegel; eine wirkliche Schule des Sehens; Die ZEIT). Neben der Filmvorführung auf höchsten Niveau sind Information, Reflexion, Vermittlung und Diskussion wesentliche Bestandteile der Arbeit. Dies inkludiert Publikumsgespräche mit Filmkünstlern, Einführungen, Symposien und Vorträge, Schul- und Universitätsprojekte, vielfältige Eigenpublikationen, ein Informationsservice und die größte öffentliche Filmbibliothek Österreichs. „Der adäquate Rahmen für Reflexion und Vermittlungstätigkeit ist für uns der internationale Diskurs.“ Film ist globales Gedächtnis: Die Sammlung und Konservierung von Filmklassikern, Avantgardefilmen und historischen Filmdokumenten ist eine zentrale Aufgabe des Filmmuseums. Das filmische Welterbe wird in seinem Archiv unter bestmöglichen Bedingungen und im Zusammenspiel mit internationalen Partnern bewahrt.
Unmittelbar neben der Wiener Staatsoper gelegen und und nur wenige Gehminuten vom Semper-Depot entfernt werden zur Zeit mit SeriousPop verschiedene Formen der Kooperation (Vorführungen, Workshops, gemeinsame Medienarbeit, etc. ) erörtert.

EQUALEYES

ist ein Projekt zur Förderung der Kunst und Kultur von VisualistInnen. Es entstand aus einer gemeinschaftliche Initiative von drei Gruppierungen, die sich 2003 zur Vernetzung von VisualistInnen in Österreich entwickelt haben: pooool, eye|con und visualist/in/daba. Ein Ziel von EQUALEYES ist die Schaffung eines stärkeren öffentlichen Bewusstseins für die künstlerische Arbeit von VisualistInnen und das Sichtbarmachen der Kulturräume, die von ihnen in den Schnittpunkten von Kunst, Kultur und Wirtschaft besetzt und aufgewertet werden. Schwerpunkt ist die Forschung und Entwicklung im Bereich visuelle Medien in Hinblick auf visuelle Grammatik und zukünftige Medienräume, sowie innovative Verwertungs- und Wertschöpfungsmodelle für die Werke von VisualistInnen. EQUALEYES betreibt seit Juli 2004 zweimonatlich die EQUALEYES-Nächte in der Ovalhalle des MQ Wien: Der Abend beginnt mit 2 Stunden "Sehschule" - Bildwissenschaftlicher Diskurs und Wahrnehmungsschärfung zu verschiedenen Themen - und geht anschließend nahtlos in eine Party über, bei der raumfüllende visuelle Inszenierungen und der Dialog des Visuellen mit der Musik im Vordergrund stehen. Nächster Termin am 28. Mai 05: EQUALEYES 6 "Interactions", MQ Ovalhalle, 20-22 Uhr „Sehschule – Lektion 6“, 22-05 Uhr "Digitale Dekadenz", Raumkonzept und interaktive Live-Bespielung von Studierenden der Universität für Angewandte Kunst (Visuellee Mediengestaltung / Digitale Kunst).

nomad.theatre NOMAD-theatre arbeitet an der Entwicklung neuer, zeitadäquater Kommunikations- und Ausdrucksformen wie transdisziplinärer Projekte im performativen und situationistischen wie dem als theatral bezeichneten Kontext. Ausgangspunkt der Arbeit ist dabei die Herstellung von strukturierten oder manipulativen Kommunikationsräumen und Situationen die inhaltliche, direkte Kommunikation, also von Mensch zu Mensch, provozieren und Rezipienten aktivieren können. Performances oder theatrale Arbeiten sind gleichzeitig Installationen die sich auf den Kontext und die Geschichte des Aufführungsortes beziehen. Theaterinstallationen, Performances werden so in spezifische Kontexte gestellt – Situationen und öffentliche Aktivitäten werden zum Theater inszeniert und relativieren die begriffliche Wirklichkeit, bzw. aktivieren zu deren permanenter Neuschaffung. Der Fokus der Arbeit liegt auf längerfristigen, prozessorientierten Projekten die in Laborsituationen erarbeitet werden und mehrere, aus dem Prozess entstandene Ergebnisse, als Produkte der Öffentlichkeit präsentiert. NOMAD-theatre ist ein permanentes Provisorium. Als solches in einer losen Gruppe, mit offener Eingabestelle, strukturiert, welche ortsungebunden, an flexiblen modularen theatralen Projekten mit transdisziplinären Arbeitsmethoden und multisensualen Techniken, arbeitet. : Sprache, Tanz, Perfomance, „Schauspiel“, Musik und Tonexperiment wie multimediale Technik ( Medien,Video u. Film, aber auch Forschungsgebiete wie Geschmack und Geruch) sind Komponenten und Ausdrucks- wie Kommunikationsmittel. NOMAD-theatre versteht sich selbst als mobiles Modul zur Wahrnehmung und Kommunikation der Welt und ihrer gegenwärtigen Entwicklung zu Diskontinuität und Fragmentarisierung. NOMAD-theatre gegründet 2000 von Regisseur Thomas J. Jelinek. Projektbeispiele: seit 2000 Ulysses.factory (über die Rückkehr des Mythos des Helden als Folge der soziopolitischen Dekonstruktion der Gesellschaft) mit mehreren Installationen, Diskurs- Videoprojekt und der Theaterserie ODYSSEUS.fragmente bisher fragmente 1 und 2: „Pressekonferenz“ und „der bauch des pferdes“ sowie 8: „Penelope“ (in Kooperation mit dem dietheater Wien) Seit 2004: Flussmenschen.LABOR/Proj.Flussbar (über zeitgenössischen Nomadismus und globale Flexibilisierung) „Dislocated outdoor event“ in Kooperation mit Fluc Theaterarbeiten, Installationen und Kurzperformances wie: BIG ZERO (nach Fragmenten aus Haberl/Kindermann) oder „sautanz.reloaded“ A.Nikolic, T.J.Jelinek Derzeit (in Arbeit): u.a. SKLAVEN-SLAVES, „Die Wannenkonferenz“ Mitarbeit am Theaterclubkonzept von dietheater Konzerthaus SPIEL:PLATZ mit konkretem Programm: „Kontextuelle Landschaften :: Clublesungen – short-text-performance“

Die THEATERLABORWERKSTATT

ist ein Entwicklungsforum für zeitadäquate künstlerische Arbeit, Ausdrucksformate und Kommunikationsräume die vielfältige transdisziplinäre und theatrale Formen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann. Als Labor und Werkstatt für transdisziplinäre und darstellende Kunst, ist die LABORWERKSTATT Kooperationsplattform für AkteurInnen aus verschiedenen Kunst- und Diskursbereichen, damit Schnittstelle für Theorie- und Praxistransfer, als Modul für die Labortätigkeit und Kommunikationsort für zeitgenössische Darstellung, mit Labor, Forschung, öffentlichen Diskurs- und Präsentationsveranstaltungen, Entwicklungs- und Trainingswerkstatt. Die LABORWERKSTATT bietet auch Raum für projektbegleitende Workshops u. Weiterbildung wie verschiedenen Laboratorien. Neben Inhaltlichen Arbeitslaboratorien, wie die Ulysses.factory (über die Rückkehr des Mythos/Held als Folge der soziopolitischen Dekonstruktion der Gesellschaft), Flussmenschen.LAB/Proj.Flussbar (über zeitgenössischen Nomadismus und globale Flexibilisierung) von nomad-theatre oder Bodyshop von liquid.loft, sind kooperative Laboratorien die sich mit Mitteln und Formen beschäftigen, wie Media.LAB, LAB.con.TEXT :: ROHTEXT (Inhaltskommunikation) oder OLFACTORY (multisensuale Techniken) eingerichtet. Neben Labor und Projektentwicklung ist die LABORWERKSTATT kooperative Produktionswerkstatt mehrerer künstlerischer Gruppen und Formationen für veranstaltende Kooperationspartner wie Drehscheibe und Netzknotenpunkt für internationale/europäische Netzwerk- und Kooperationsprojekte (Beispiele: CAMP.05 in Kooperation mit MASKA (SLO) u.a. oder seriousPOP). Das zentrale Interesse ist nicht vordergründig ein formales, der transdisziplinären Formensprache, sondern vor Allem ein inhaltliches, das eines offenen transdisziplinären Kommunikationsraums, im Rahmen der so genannten Kunst.
Created by flo
Last modified 2005-04-30 06:20 PM